Mittwoch, 7. Februar 2018

Wer beendet die Brexit Verhandlungen, Theresa May oder Jacob Rees - Moog?

Der britische Independent enthüllte, kaum dass das neue Jahr anfing, was ohnehin schon alle wussten - die Tories sind hoffnungslos veraltet und haben den Eintritt ins 21. Jahrhundert komplett verpasst.  Für eine solche Meldung sollte man diese Zeitung nicht kritisieren, denn die meisten Zeitungen schreiben ja genau das, was ihre Leser ohnehin schon wissen. Wer immer noch Zeitungen abonniert, möchte sowieso nur seine eigene Meinung am Morgen bestätigt finden, keine ärgerlichen Kommentare oder Artikel konsumieren müssen.
Mit der Tory Partei sieht es oberflächlich betrachtet ähnlich aus.  Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf geschätzte 70 000 Mitglieder geschrumpft, davon sollen, nach einer Aussage des politischen Tory Urgesteins Ken Clark,  60% über 65 Jahre alt sein. Zweidrittel wiederum davon sind Männer, die sich gern ihre Intelligenz gegenseitig vorführen.  Kein Wunder also, dass die Attraktivität dieser Partei bei den 20-jährigen gegen Null tendiert.  
Die Konservativen vermeiden seit fünf Jahren Mitgliederstatistiken zu veröffentlichen.  Verständlich allemal. Nur Pensionäre wollen einer Partei beitreten, die in ihrer Mehrheit im Rentenalter ist.  Ist das jetzt  Altersdiskriminierung?  Bei weitem nicht, es ist allein eine Feststellung. In Deutschland, wie überhaupt Europa kennt man das Problem. Die inkontinente Vergreisung des Kontinents nimmt zu.
Es gibt Berichte von konservativen Parteitagen der Tories, bei denen mehr Werbung für Hörgeräte als PR für die Partei gemacht wird.
Auch Theresa May bleibt vom Alter nicht verschont.  Ihr fast erschreckend vorgebeugter Gang bei den grausam frühmorgendlichen Brüsseler Brexit Gesprächen kurz vor Weihnachten war nicht nur das Ergebnis der politischen Last auf ihren Schultern.  Bedenklicher erscheint politischen Beobachtern die Tatsache dass mehr als die Hälfte der noch aktiven Konservativen für die Einführung der Todesstrafe sind.
Fast zeitgleich mit dem „Blutmond“ kürzlich, verstärkten sich die Gerüchte, dass ein 49jähriger, 1.92 m hagerer Senkrechtstarter und potentieller Nachfolger der Premierministerin, Jacob Rees Moog, die Parteibühne für sich in Anspruch nimmt.
Der „britischste aller Briten“ trat im Alter von 5 Jahren den Tories bei, las ab dem 10. Lebensjahr die FT. Dass er sechs Jahre später bereits seinen eigenen Hedge Fond betrieb, ist nicht verifizierbar.  Der stramme Brexit - Befürworter und strenge Katholik, sagen einige der Konservativen, könnte die Partei wieder zusammen führen. Seine Gegner sehen aber bereits die Tory Partei zu einer Sekte von Ewiggestrigen schrumpfen. Da hilft dann auch kein Churchill Film mehr, in dem Gary Oldman den knurrigen Premier spielte. Jacob Rees-Moog reicht heute allemal als Kasperlefigur. 

Autor: Robert Peacock

Freitag, 19. Januar 2018

BCCG Kolumne: BCCG Brexit Tagebuch


Sphinxe und Rätsel


In der FAZ vom 16. Januar schrieb Gina Thomas im Feuilleton einen bemerkenswerten Artikel über die Premierministerin, Frau Theresa May, der überschrieben ist mit "Sphinx ohne Geheimnis". So lesenswert der Artikel auch ist, wird hier vor allem auf die Überschrift Bezug genommen. 

Diese ist eine Reminiszenz an Oscar Wildes "Picture of Dorian Gray", wo der scharfsinnige Lord Henry Wotton von einer Frau herausgefordert wird: Beschreiben Sie uns als Geschlecht! Worauf hin er ohne Umschweife antwortet: Sphinxe ohne Geheimnisse. Wenn man bedenkt, dass die Sphinx aus dem Altertum jeden verspeiste, der ihr berühmtes Rätsel nicht lösen konnte, werden Frauen hier generell zu Bestien, die den tapferen Mann, der sich ihrer Herausforderung stellt, untergehen lässt. Das wird der holden Weiblichkeit sicher nicht gerecht. Trotzdem: Ein wunderbares bon mot, für das Oscar Wilde neben vielen anderen dieser Art zu Recht berühmt wurde - und ist! 

Ein Gegengewicht, um fair zu bleiben, kommt von William Shakespeare, der den Herren der Schöpfung wenig charmant unterstellt: "Sigh no more, ladies, sigh no more, men were deceivers ever, one foot in sea and one on shore, to one thing constant never!" 

Ob Frau May als vermeintliche Sphinx allerdings solche Gesellen wir Boris Johnson oder Lord Hammond verschlingen kann, bleibt fraglich, um nicht zu sagen: zweifelhaft, hätte sie es doch sicher längst getan wenn sie's vermochte. Immerhin, George Osborne, Rätsel oder nicht, konnte die Herausforderung nicht lösen. 
Es scheint, dass die Ergründung des Charakters von Frau May in fundamentaler Schwierigkeit jener von Frau Merkel nicht nachsteht. Die vielen verzweifelten Versuche kommen dem bekannten Versuch gleich, Wackelpudding an die Wand zu nageln (womit nichts über über die physischen Eigenschaften besagter Damen gesagt sein soll). Die Damen bleiben also höchstselbst ein Rätsel.
Daher: Es lebe das Matriachart, welches unaufhaltsam auf uns zurollt: Merkel ist "Mutti", eine Koseform, die allerdings Frau May in diesem Leben niemals anfliegen wird, so viel ist sicher, wenn ein Journalist sie schon als "Maybot", in Anlehnung an einen Roboter, bezeichnet. Maybot, or maybe not: lässt Euch nicht verschlingen, Kinder! 

George Winterfield
BCCG.de

Freitag, 12. Januar 2018

BREXIT Tagebuch - Kolumne der BCCG


Brexit, Orangen, Cheese und Churchill – Europas dunkelste Stunde

Der Angriff deutscher Bomber auf London 1940 zur Jahreswende (The Blitz), war in der Tat ein finsterer Tag für die Briten. Der Verlust der britischen Kontrolle über Indien 1948 und der Rückzug britischer Truppen vom Suezkanal, das alles liegt den Menschen des Vereinigten Königreiches noch immer schwer im Magen.

Kein Wunder also, dass nun, gut ein Jahr vor dem Brexit, zu den letzten wirklich scharfen Waffen der Verteidiger Großbritanniens gegriffen wird. Und genau deshalb wird der 10. Januar 2018 in die englische Geschichtsschreibung eingehen.

Denn an diesem kalten und nebeligen Januartag eilte eine mutige Delegation der „Leave Means Leave Campaign“ mit Lord John Longworth als Speerspitze sowie UKIP Mitglied Mr. Woolfe zum Treffen der Europäischen Kommission mit Michael Barnier nach Brüssel.

Im Gepäck der Pro Brexit Streiter fanden sich einige Mitbringsel, die den zutiefst französisch fühlenden Gourmet Herrn Barnier in schwere Irritationen versetzte.  In einem Geschenkkorb, auch Fresskorb genannt (bei Arbeitsjubilaren immer wieder gern verschenkt), überreichten die Herren aus London edle Waren an den europäischen Feind.

Darin enthalten waren:

+ Eine komplette Shakespeare-Ausgabe
+ Ein Glas (200 Gramm) Marmite+ Teebeutel (100 Stueck) von PG Tips+ 200 Gramm Cheddar Käse (angeblich von Marks & Spencer, aber hier sind die Quellen  
   ungenau)
+ Ein Glas Orangenmarmelade (rough cut, natürlich)+ Eine Flasche englischen Pinot Noir (das wird Herrn Barnier sehr geärgert haben)
+ Eine Flasche Hendrick‘s Gin (ungekühlt)

Dieser so eiskalt vorgetragene Frontalangriff auf die Geschmacksnerven des Herrn Barnier soll dennoch die gewünschte Wirkung verfehlt haben. Herr Barnier nahm die Gaben an, ging aber sofort zur Tagesordnung über und verlangte erneut von den Briten Euro 52 Mrd. Rückzahlung an die EU.  Aus internen Quellen stammt die Information, dass Herr Barnier den Fresskorb mit dem Fuß unter den Verhandlungstisch trat. „So ein minderwertiger Mist kommt mir nicht ins Haus“, will ein Reporter der Daily Mail von Barnier gehört haben.

Eine andere Information erhielt der Verfasser dieser Kolumne von einem Mitarbeiter des EU- Haushaltskommissars Günther Oettinger, einst ein Jemand in Baden-Württemberg, heute irgendwie in Brüssel.  Dem fiel sofort, in Anbetracht der in Plastik und Cellophan verpackten englischen Delikatessen, die Einführung einer europäischen Plastiksteuer ein.  Mal eben so als Strafe für den ganzen Verpackungsmüll und eben zur Kompensation der zukünftig fehlenden EU Beiträge aus London.  

Nebenbei ließe sich erwähnen, dass die britischen Demissionäre kurz nach der Geschenkübergabe an den EU Brexit CEO Barnier im heftigen Streit übereinander herfielen.  Denn der Lord John Longworth hatte auf dem Marmeladenglas entdeckt, dass die Orangen darin aus Spanien kamen, der Dorset Käse mit Milch aus Holland hergestellt wurde.

Die EU Pressesprecherin war zu einem Kommentar zu unserer Kolumne leider nicht erreichbar.


Abs. Robert Fortesworth, www.BCCG.de, 12. Januar 2018

Donnerstag, 28. Dezember 2017

BREXIT TAGEBUCH - Brussels Sprouts


Brussles Sprouts und Brexit

Um die Ambivalenzen der britischen Seele zu begreifen, deren Feinkostverhalten und politische Sensibilität zu verstehen, muss man die Eigenheiten der britischen Küche untersuchen.
Der britische Außenminister Robin Cook erklärte 2001 Chicken Tikka Masala zum Nationalgericht. Das war ein politisch hochbrisanter Schritt. Denn kaum hatte er es gesagt, fielen die Fish & Chips Traditionalisten über ihn her, beschuldigten ihn gar des Landesverrats.
Noch schroffer ging es in der Weihnachtszeit mit einem anderen Gourmetprodukt zur Sache- dem Rosenkohl, auf Englisch Brussels Sprouts. Nein, eben nicht "Brussel Sprouts" wie Unwissende immer wieder behaupten.


Um die Dimension des laufenden „Brussels Sprouts Scandal“ zu erfassen und zu verstehen, müssen die YOUGOV Statistiken zu Rate gezogen werden. Hier die Fakten:
+ 62% der Briten futtern zu Weihnachten Rosenkohl. Die Gesamternte täglich ab dem 1. Dezember: 150 Tonnen.
+  Am 25.12, Christmas Day, konsumieren die Briten 105 Million Rosenkohl als Beilage zum Braten, welcher Art auch immer.
+ Rosenkohl dient mit pflanzlichem Eiweiß der Stärkung unserer Abwehrkräfte und ist dazu noch preiswert.
Neben den politischen Implikationen für den damaligen Labour Außenminister Cook geriet der kleine Kohlkopf 2016 wieder in den Fokus einer fast neuen Irlandkrise.  Ein trockener Sommer machte den britischen Landwirten zu schaffen; der weihnachtliche Rosenkohl musste aus nun Irland importiert werden. Demzufolge hieß er Irish Brussels Sprouts.


Die Verwirrung unter den Käufern war groß. War das wieder ein Komplott der EU Bürokraten? Europa-Skepsis wurde erneut angeheizt.
Kaum ein Jahr später- nunmehr war London bereits in den Brüsseler Post-Brexit Verhandlungen verstrickt- begannen vor einigen Wochen britische Supermärkte mit einer raffinierten Offensive des britischen Selbstbewusstseins: Statt Brussels Sprouts wurden nun British Sprouts angeboten und gekauft.  Der Slogan "Buy British" beförderte einen gewissen Stolz.


Der Wirtschaftswissenschaftler 
Dr Jon Seaton, von der Loughborough University fand zudem heraus, britische Sprouts seien besser und billiger als die Sprout Importe aus Holland oder Frankreich. Einräumen musste er allerdings, dass Brussels Sprouts in einigen Luxusgeschäften in Kensington für ca. Euro 13.00 pro Kilo verkauft werden.
Der Blick in die Zukunft verspricht dennoch einigen etwas Hoffnung: mit vollzogenem Brexit sollen die Rosenkohlpreise sogar noch gesenkt werden. Ist das aber nun ein Argument für die British Sprouts? Die ultimative Antwort darauf kann die traditionelle Kohlfahrt der BCCG  hoffentlich im Februar liefern.


Admiral van Pommeroy


Freitag, 8. Dezember 2017

BREXIT TAGEBUCH - Irish Sea


Brexit and Fish & Chips - Irish sea is the source for many fish ending up in nasty cooking jars…


Die irische See zwischen Großbritannien und Irland hat nach dem letzten Verhandlungsmarathon in Brüssel eine besondere Bedeutung: sie ist die Außengrenze der EU.

Die irische See hat nun bekanntermaßen einen großen Fischreichtum. Dieser Fisch, der dort vieltausendfach gefangen wird, die beliebte Scholle, wird besonders gerne in London und überall in Großbritannien und in Irland sowie Nordirland, nach einer alten Tradition, gegessen. Nämlich nach einer Ummantelung mit Bröseln und der Prozedur des Frittierens zusammen mit Kartoffelchips als Fish & Chips.

Damit kommt der in Irland und Großbritannien so beliebten Scholle im Nationalgericht Fish & Chips (!) auch eine neue Rolle zu. Ist das nicht ein Grund diesen Fisch, dem es jetzt, wie sollte man sagen: an die Kiemen geht, neu zu regeln?

Nun wäre das ganz einfach auch in Zukunft, man könnte man den trilateralen Fischhandel ja weiter betreiben, wäre da nicht die EU Grenze dazwischen. So würde künftig ja der Fisch, je nach Verlauf der Grenze, entweder auf der irischen Seite (mit der durchlässigen Grenze nach Nordirland), oder auf der britischen Seite (Wales, England und Schottland angrenzend) gefangen. Das hieße aber, dass die genaue Lokation für die Zollbehörden wichtig würde, je nach Standort entweder einen Export oder Import in das oder aus dem jeweils anderen Gebiet zugrunde zu legen.

Damit müsste der Fisch dann den Zollbehörden vorgelegt werden, entweder in Irland, Nordirland oder in Wales, England oder Schottland, und die müssten dann entscheiden, welchen Zollsatz sie für den Handel zugrunde legen.

Das ist aber bei Fisch nicht so einfach. Der schwimmt ja mal unter der Grenze links oder rechts herum, schert sich nicht um Brüssel und denkt auch gar nicht daran, überhaupt gefangen zu werden. Wird er aber doch erwischt, muss jetzt der Fischer feststellen – wo war er denn gleich, oder - frei nach Loriot – wo schwimmen sie denn hin?

Wir sehen schon die Auswirkungen: nicht nur, dass das ganze länger dauert und die Frische des Fisches von Stunde zu Stunde des Verhandelns abnimmt, nein, die Grünen werden ein Fest daran finden, die übelriechenden Abgase einzufangen, solange der Fisch noch in der EU ist (bei Großbritannien ist das ja nach dem Austritt nicht so sicher – da können sich die Gerüche dann frei -aber nur auf deren Gebiet!- verbreiten). Und die Briten sind ja hart im Nehmen. Schließlich wissen sie: der Fisch stinkt zuerst vom Kopf her. 

Brüssel wird sich also mit Theresa May bald darüber unterhalten, wie man möglichst den Fisch und die Kartoffeln für die Chips zur Vermeidung weiterer Verteuerung und übelriechender Abgase, ausnimmt von jeglichen Zollgrenzen. Just-in-time-delivery wäre dann gewährleistet, wenn vernünftig verhandelt wird. Ist das noch vor dem Austritt der Briten zu schaffen? Zumindest bis dahin ist jedenfalls der Fisch noch frisch und das Nationalgericht Fish & Chips noch nicht durch billigere Ersatz-Fische aus britischen Hühnchen ersetzt…

Lady Molesworth

Mittwoch, 6. Dezember 2017

BREXIT TAGEBUCH: Ein Hauch von Nordkorea über dem Brexit?

Das Vereinigte Königreich gibt dem Kreis der vertrauteren Beobachter immer wieder Rätsel auf. Nein, nicht die Meldungen zu Harry’s bevorstehender Hochzeit (eine Vermählung wie in den  Paradise Papers) mit Meghan Markle.  Das sind ja ohnehin nur die Königreichmeldungen die wir als Leser am ehesten goutieren. Wen interessieren da noch die vermuteten Steuerhinterziehungen von Prinz Charles und der Queen?

Ansonsten ist die Nachrichtenlage aus London’s Tower of Power doch eher mager.  Frau Mays Feststellungen, dass die Insel auch nach den Brexit geografisch noch immer zu Europa gehört, lassen selbst die Sodoku verwöhnten, anglophilen Leser mit einem Gähnen zurück. Wenn es denn stimmt, dass Gott die Welt in 6 Tagen erschuf, seinerzeit ohne Einmischung von Brüsseler EU Administratoren, fällt aktuell beim Tempo der Verhandlungen und der Kakophonie aus Westminster und Brüssel auf; Gott war selbst analog noch schneller als die Verhandelnden heutzutage. 

Nun aber scheint über Brüssel und London ein Hauch von politischer Erleuchtung aus (seltsamerweise) Nordkorea zu helfen. Liegt hier gar die Erlösung von den kaum noch erklärlichen Brexit Verhandlungen ohne Brexit Bauchlandung?   

Kurz: die Befürchtungen sind groß und finster. Könnte der Brexit gar zu einem neuen Bürger/Handels/Sektenkrieg zwischen Nord-und Süd-Irland führen?  Niemand weiß das.  Deutlich ist aber: In Nordkorea sind politische Entscheidungen einfacher, schneller zu finden.  Einige sagen auch, nordkoreanische Friseure könnten das Post-Brexit Grenzproblem zwischen Irland und GB mit einer Art von Demarkationslinie temporär lösen.  Das sind aber Spekulationen.

Aber wir wissen: der begehrte Kurzhaarschnitt des Herrn Kim Jong Un beeindruckte selbst Donald Trump.  Der weiß zwar nicht so genau wo Irland und Nordkorea geografisch liegen, ist aber ein Freund des irischen Whiskeys, exotischer Frisuren und starker Worte.

Der fernöstliche Trend zeigte bereits Folgen. Die Hippster im Trendsetter Bezirk von London Kensington gehen in die lokalen Barber Shops die den inzwischen „Yong Un - hair cut“ offerieren. Warum also nicht auch mal ein neues Styling für Theresa May, Herrn Barnier oder Herrn Juncker?

Hier tun sich völlig neue Perspektiven in Sachen Brexit auf. Würden die Briten das postkoloniale Commonwealth mit Nordkorea auf 55 Länder erweitern, stünde einem Freihandelsabkommen (wie auch der Erweiterung des Spielerkaders in der  Premier League) mit Pjöngjang wenig im Wege.  Von der Gruppe der fundamentalistischen Kreationisten aus Belfast in Frau Mays Koalitionsregierung würde das sicher begrüßt werden.
Admiral van Pommeroy

Freitag, 17. November 2017

BCCG Pressemitteilung Brexit

Pressemitteilung 


BCCG Rhein-Main - Frank Scheidig - Stephan Mayer MdB

15. November 2017

Wirtschaft, Finanzsektor und Politik: Gemeinsam gegen einen harten Brexit



Frankfurt / Berlin. Warum die aktuellen Verhandlungsbarrieren zwischen dem Vereinigten Königreich (VK) und der Europäischen Union (EU) gelöst werden müssen und wie die zukünftigen deutsch-britischen Beziehungen
aussehen könnten.

Die fünfte Runde der Austrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich (VK) nach Artikel 50 EU-Vertrag fand Anfang Oktober 2017 statt.

Nennenswerte Fortschritte konnten bisher nur in den Bereichen der Bürgerrechte und der Grenzregelung zur Republik Irland / Nordirland erreicht werden. EU-Verhandlungsführer Barnier formulierte hingegen erst kürzlich einen merklichen Stillstand, was den finanziellen Ausgleich anbelangt. Zudem ist bislang völlig offen, wie die Handelsbeziehungen zwischen dem VK und der Europäischen Union (EU), zwischen dem VK und der Bundesrepublik Deutschland aussehen sollen und werden.

Vor diesem Hintergrund hat die britische Handelskammer in Deutschland (British Chamber of Commerce in Germany, BCCG) in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Deutsch-Britischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer MdB, zu einer hochrangig besetzten Konferenz in die DZ BANK AG nach Frankfurt am Main eingeladen. Zu den Diskutanten zählten unter anderem Iain Begg, Professor am European Institute der London School of Economics, Lord Meghnad Desai, Member of the House of Lords, Silvia Schmitten-Walgenbach, Vorstandsmitglied von Barclays in Frankfurt, Michael Schmidt, Präsident der BCCG
und ehemaliger CEO von BP Europa SE sowieJoachim Würmeling, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.


Die rund 50 anwesenden Experten stimmten darin überein, dass bis zur erneuten Prüfung der Verhandlungsfortschritte auf dem Europäischen Rat (ER) am 14./15. Dezember ein „no-deal“-Szenario mehr als realistisch zu sein scheint. Dies gilt es aber umso mehr und mit allen bilateralen Mitteln zu verhindern: Für die knapp 3,3 Millionen EU-Staatsangehörigen, die aktuell im VK leben, oder auch mit Blick auf beispielsweise die rund 21 Milliarden Euro, die jährlich von der deutschen Automobilindustrie in das VK fließen. Außerdem würde das „worst-case-scenario“
nicht nur einschneidende Auswirkungen auf für die deutsch-britischen Wirtschafts-, Handels- oder Wissenschaftsbeziehungen haben, sondern auch massiven Einfluss auf den globalen Raum der über 38 weltweiten Finanz- und Handelspartner des VKs nehmen.

Aufgrund fehlender rechtlicher Rahmenbedingungen und mangelndem Einigungswillen werden sich zukünftige Investitionen im britischen Raum drastisch reduzieren, Zölle wiederum den Warenverkehr erheblich erschweren. Einigkeit bestand auch in der Einschätzung, dass aus dem Brexit resultierende Standortvorteile für Deutschland und insbesondere Frankfurt zwar zu begrüßen sind, das Augenmerk jedoch primär auf eine für alle Parteien akzeptable Lösung gerichtet bleiben sollte. Die zentrale Forderung der Konferenzteilnehmer war: Rhetorische Barrieren müssen zugunsten aller Verhandlungspartner dringend überwunden werden, um eine drohende „loose-loose“-Situation zu verhindern. Es sei nicht geholfen, die Debatte ausschließlich um einzelne Beträge für die sogenannte "Schlussrechnung" an die Briten kreisen zu lassen.

Die Teilnehmer der Konferenz konnten sich in ihrem Bestreben nach einem sachlichen Diskurs nach den abschließenden Worten von Stephan Mayer auch von der Politik in Berlin unterstützt sehen, denn klar ist: Das VK muss Partner Deutschlands und der EU bleiben. Der Übergang muss in einem geregelten Verfahren und zu gerechten Bedingungen vereinbart werden, denn der Brexit wird kommen. Am Cliff-edge sollte am Ende niemand stehen - weder das VK noch die EU.

Frank Scheidig                       Stephan Mayer, MdB                                 
Chairman                                 Vorsitzender
BCCG Region Rhein-Main 
          Deutsch-Britische Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag
info@bccg.de

Donnerstag, 14. September 2017

Michael Schmidt neuer Präsident der BCCG


Berlin, 14.09.2017

BCCG Pressemitteilung

Michael Schmidt neuer Präsident der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG)
      Die BCCG (Britische Handelskammer in Deutschland) hat seit heute einen neuen Präsidenten, Michael Schmidt. Er wurde einstimmig in der Verwaltungsratssitzung gewählt und löst ab sofort Norbert Strohschen nach 16 Jahren Präsidentschaft ab. 
      Michael Schmidt war zuletzt als CEO der BP SE tätig und verfügt über langjährige Industrieerfahrungen in leitenden Funktionen, u. a. bei BASF, Veba Oil und BP.

      Der Brexit stellt die BCCG und unser Mitgliedsfirmen-Netzwerk vor neue Herausforderungen, denen wir uns stellen, auch mit der Neubesetzung des Präsidenten.

      Wir sorgen uns besonders um die Verhandlungen zum Austritt der Briten aus der EU. Wir bemerken ein wachsendes Misstrauen auf britischer wie europäischer Verhandlungsseite. 

      Solche Probleme intensivieren die ohnehin schon offensichtlich gewordenen negativen Folgen für die Arbeitsplätze bilateral tätiger Firmen.  Das Pro- Brexit Referendum sorgt für Unsicherheit der EU-Bürger in Großbritannien und der britischen Bürger in der EU.   

      Um diese Folgen zu mindern, fordert die BCCG als neutraler Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik Besonnenheit und pragmatische Lösungen in den Verhandlungen - aber auch klare Verhandlungspositionen mit konstruktiver Zielrichtung.

      Die Zeit drängt, denn in ca. 18 Monaten erfolgt der Brexit. Es wird höchste Zeit, die Verhandlungen zu versachlichen und beiderseitige Kompromisse zu erarbeiten. Es steht zu viel auf dem Spiel:

      Deutschland hat einen deutlichen Exportüberschuss i. H. v. 56 Mrd. Euro mit UK, und das gesamte Volumen des bilateralen Handels inkl. Dienstleistungen ist über 177 Mrd. Euro (2016, Quelle Bundesbank Statistik). Dieser Überschuss wird voraussichtlich im laufenden Jahr etwas eingetrübt, insbesondere durch Wechselkurs bedingte Schwankungen, in Folge des EU Referendums.

      Geschätzte 500.000 bis 700.000 Arbeitsplätze in Deutschland sind direkt vom Export nach UK betroffen,

      In UK werden es ebenfalls einige hunderttausende Arbeitsplätze sein, die vom Export in die EU betroffen sind.

      Seit Mitte 2016 hat die BCCG Expertengruppen gebildet, die das Thema Brexit und die Konsequenzen behandeln. Hierzu gehören die Schwerpunkte Automobilindustrie, Banking/Finanzdienstleistungen, Recht, Steuern, Energie/Erneuerbare Energie und Handel.

      Unsere Experten bringen ihr Fachwissen in die Diskussionen ein und stellen ihr Know-how den interessierten Gremien und Kooperationspartnern aus Politik und Wirtschaft, sowie den Medien zur Verfügung.
HM Ambassador Sir Sebastian Wood KCMG and Michael Schmidt
Foto Jürgen Sendel Pictureblind
 

      Mit Michael Schmidt als Präsidenten der BCCG haben wir einen erfahrenen Manager gewonnen, für eine neue Ära der BCCG wie auch der deutsch-britischen Beziehungen.

Die BCCG ist mit ca. 900 Mitgliedsfirmen und über 4000 persönlichen Kontakten die zweitgrößte internationale Handelskammer in Deutschland. Sie wurde 1919 gegründet und steht unter Schirmherrschaft des britischen Botschafters.


Andreas Meyer-Schwickerath
Director
British Chamber of Commerce in Germany e.V. (BCCG, Britische Handelskammer in Deutschland)
info@bccg.de
Tel. 030 20 67 080
www.bccg.de, www.bccg.de/brexit, www.bccg.de/events

Dienstag, 15. August 2017

BCCG Bulletin and Yearbook

You are invited to read our publications and contribute with advertisements and articles.
BCCG publishes two printed publications annually, BCCG Bulletin and BCCG Yearbook.



Both printed publications are also available on our website in an online version, see:
 
BCCG Bulletin


and


BCCG Yearbook.  



The BULLETIN 2018 is our
 is now available for your advertisements and articles, to be published Dec. 2017. Discounts at 15% for members are available now. You are invited to contribute, if you like.

For details please click: BULLETINmedia information and/or contact us: info@bccg.de.

More information also at www.bccg.de/publications


BCCG Yearbook 2017/18
was recently sent to our members and partners. For the public online version, please click here: Yearbook. Members can also read the full version online in the members only pages on our website, including the member´s directory. If you like to make a reservation for the next issue, due in 2018, please contact us any time.


Andreas Meyer-Schwickerath
British Chamber of Commerce in Germany e.V. (BCCG)
www.bccg.de

Donnerstag, 20. Juli 2017

William & Kate reisen im Zickzack durch Berlin, by our member BTB concept

Interesting Blog by our member: BTB concept: William & Kate reisen im Zickzack durch Berlin: Dem Stadtteil Marzahn haftet bis heute das Image des sozialen Brennpunktes an. Da hilft auch die IGA 2017 mit ihren 750.000 Besuchern nur we...

Mittwoch, 29. März 2017

BCCG Pressemitteilung: Britische Regierung stellt Antrag zum Austritt aus der EU nach Art. 50 EUV

BCCG Pressemitteilung

Britische Regierung stellt Brexit Antrag nach Art. 50 EUV


•            Die britische Regierung stellte heute formell den Antrag nach Art. 50 EUV (Lissabon Vertrag) und erklärte damit den Austritt Großbritanniens aus der EU.  Es wird nun in den nächsten 2 Jahren zwischen Großbritannien und der EU über die Modalitäten des Austritts verhandelt.

•            Es geht dabei im Wesentlichen um drei Schwerpunkte: das Austrittsabkommen, ein Abkommen zur Regelung künftiger politischer und wirtschaftlicher Beziehungen einschließlich einem Freihandelsabkommen, und die Übergangsregelungen (Implementierungs-Abkommen).

•            Die BCCG plädiert nachhaltig, angesichts der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung guter Beziehungen zu UK, für Verhandlungen mit Pragmatismus und Weitsicht.  Nur eine ausgewogene Gestaltung der Verträge kann die künftigen Beziehungen zum drittgrößten Handelspartner Deutschlands und der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU positiv gestalten.  Das liegt im Interesse aller Beteiligten.  

•            Deutschland hat einen deutlichen Exportüberschuss i.H.v. 45 Mrd Euro mit UK, und das gesamte Volumen des bilateralen Handels inkl. Dienstleistungen ist über 183 Mrd Euro. Dieser Überschuss wurde laut DIHT in 2016 nur etwas eingetrübt, insbesondere durch Wechselkurs bedingte Schwankungen, in Folge des EU Referendums.

•            Geschätzte 500.000 bis 700.000 Arbeitsplätze in Deutschland sind direkt vom Export nach UK betroffen.

•            In UK werden es ebenfalls einige hunderttausende Arbeitsplätze sein, die vom Export in die EU betroffen sind.

•            BCCG wird die künftigen Verhandlungen begleiten, sich aktiv in den relevanten Gremien einbringen, und unterstützt Anfragen von Betroffenen.
Seit Mitte 2016 hat die BCCG Expertengruppen gebildet, die das Thema Brexit und die Konsequenzen behandeln. Hierzu gehören die Schwerpunkte Automobilindustrie, Banking/Finanzdienstleistungen, Recht, Steuern, Energie, Handel. Unsere Experten bringen ihr Fachwissen in die Diskussionen und bei Veranstaltungen ein und stellen ihr Know-how den interessierten Gremien aus Politik und Wirtschaft, sowie den Medien zur Verfügung.

•            BCCG macht das Fachwissen öffentlich zugänglich und veröffentlicht Artikel dieser Arbeitsgruppen und weitere Informationen in den Publikationen, sowie auf der Website (unter Brexit).

•            Darüberhinaus führt die BCCG regelmäßig allgemein zugängliche Informationsveranstaltungen zum Thema Auswirkungen des Brexit, auch mit konkretem Industriebezug und spezifischen Themen durch. Dazu gehören u.a. auch rechtliche oder steuerliche Problemstellungen.


Andreas Meyer-Schwickerath

Director
British Chamber of Commerce in Germany e.V. (BCCG, Britische Handelskammer in Deutschland)
info@bccg.de
Tel. 030 20 67 080
www.bccg.de, www.bccg.de/brexit, www.bccg.de/events

Dienstag, 17. Januar 2017

BCCG Publication Bulletin and Brexit

The BCCG Bulletin has been published by the British Chamber of Commerce in Germany and is available now in both printed and online version. 

The publication is focused on doing business in the UK and Germany, with a special content on Brexit consequences and what it means for business and trade. 

Our BCCG Brexit Expert Groups, formed by sustaining members of the BCCG, contributed with joint articles on issues, such as

- Automotive Industry: http://www.bccg.de/bild/webseite/fachartikel_90.pdf

- Financial Services: http://www.bccg.de/bild/webseite/fachartikel_91.pdf

- Legal Issues: http://www.bccg.de/bild/webseite/fachartikel_93.pdf 

- Taxation: http://www.bccg.de/bild/webseite/fachartikel_92.pdf

You can read the entire publication online at:

http://www.bccg.de/bild/flipbook/bulletin_2017/index.html



For more information on Brexit, please also see our website at:

http://www.bccg.de/brexit

http://www.bccg.de/brexitpublications


If you wish to obtain a printed copy, please contact the BCCG info@bccg.de

Andreas Meyer-Schwickerath
BCCG
Friedrichstr. 140
10117 Berlin