Freitag, 24. Juni 2016

Britische Handelskammer in Deutschland (BCCG): negative wirtschaftliche Folgen durch Brexit - Umsatz- und Arbeitsplatzverluste erwartet

British Chamber of Commerce in Germany (BCCG): negative wirtschaftliche Folgen durch Brexit - Umsatz- und Arbeitsplatzverluste erwartet


Die Britische Handelskammer in Deutschland (BCCG) erwartet, dass der Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union negative wirtschaftliche Folgen haben wird.

Großbritannien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in der EU mit 2,5 Billionen Euro Bruttosozialprodukt. Für Deutschland ist Großbritannien das drittgrößte Exportland nach USA und den Niederlanden, der bilaterale Handel inkl. Dienstleistungen betrug insgesamt 183 Mrd Euro in 2015. Umgekehrt gehen über 50 Prozent des Exportes aus Großbritannien in die EU und Deutschland ist das wichtigste Land für die Exporte aus Großbritannien.

Es wird voraussichtlich eine Periode der wirtschaftlichen Unsicherheit geben, Wir erwarten durch Währungsschwankungen und mögliche Zollschranken Umsatz- und Arbeitsplatzverluste.

Wir gehen zugleich von politischen Folgen durch den Austritt auf EU Ebene aus, wo darüber nachgedacht werden muss, welche Reformen jetzt umgesetzt werden müssen. Dies insbesondere auch, um weitere Austritte anderer EU Länder zu verhindern, und damit ein Auseinanderbrechen der EU.

Die Mitglieder der BCCG und die Deutschen hatten sich in einer repräsentativen Umfrage der BCCG, durchgeführt von Forsa, überwiegend für Reformen und auch für Referenden ausgesprochen. Dies zeigt, dass auch die Deutschen von der EU nachhaltige Reformen erwarten.

Andreas Meyer-Schwickerath
Director & Member of the Board
British Chamber of Commerce in Germany e.V. 
Friedrichstr. 140, 10117 Berlin
T. +49 (0)30 206 70 8-0, F. -29
www.bccg.de    info@bccg.de

Dienstag, 21. Juni 2016

EU Referendum Brexit und Finanzmärkte

Sollte es zu einem Austritt Großbritanniens kommen, wird es zu Finanzmarktturbulenzen kommen, die voraussichtlich vorübergehend sind.

Auf lange Sicht wird sich m.E. jedoch wenig ändern, nach einer Phase der Unruhe wird sich die Situation wieder normalisieren. Schließlich sind die Märkte und Finanzmärkte an einer guten Zusammenarbeit interessiert. Großbritannien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas, nach Deutschland, und das bilaterale britisch-deutsche Handelsvolumen inkl. Dienstleistungen ist das drittgrößte, nach USA und den Niederlanden.  

Wichtig wird aber für die Standorte wie London, Paris, Frankfurt oder Luxembourg sein, ob sich die Banken und Finanzinstitutionen anders orientieren. Werden Standorte verlagert, Firmensitze verlegt?

Sicher hängt dies auch wesentlich davon ab, ob die europäische Finanzmarktaufsicht London verlässt, wie angekündigt, oder nicht, und ob sich Großbritannien europäischen Finanzmarktegulierungen anschließt.

Auf XING wurde ein Beitrag dazu, basierend auf einem Interview mit XING, veröffentlicht:

https://www.xing.com/news/klartext/auf-lange-sicht-wird-sich-meines-erachtens-wenig-andern-828?sc_p=da536_ext_tw 


Andreas Meyer-Schwickerath
www.bccg.de